DAS ALTE UND DAS NEUE RUDEL

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Es gibt keine gepflegten Pisten ohne das entsprechende Gerät. Die Fahrzeuge, die Tag für Tag, Abend für Abend durch die Landschaft wandern, um den Berg aufzuräumen, gleichen großen, einsamen Tieren. Die „TRISANNA“-Diaschau zeigt drei Generationen, deren neueste nicht von ungefähr „Leitwolf“ heisst.

Vor allem abends ist ihr Anblick spektakulär und geheimnisvoll: Während man selbst längst ins Tal abgefahren ist, sieht man auf der Höhe im Dunkel der anbrechenden Nacht einsame Lichter über den Berg gleiten. Wären wir nicht so vertraut mit den Wundern der Technik, wir würden uns mit Reinhold Messner verbünden und bezeugen, dass wir den Yeti gesehen haben, der mit einer riesigen Taschenlampe durch die Gebirgslandschaften des Paznaun wandert.

Ein Yeti allein reicht freilich nicht. Erst kürzlich hat die Flotte der schweren Pistenfahrzeuge Zuwachs bekommen. Seither verrichten sieben neue Pistenfahrzeuge des Südtiroler Herstellers Prinoth ihre Arbeit. Jedes von ihnen ist 510 PS stark und kann 4,5 Tonnen Zugkraft entwickeln.
Das Gerät hört übrigens auf den klingenden Namen „Leitwolf“. Der „Leitwolf“ tritt die Nachfolge einer älteren Pistenraupe an, die – Reinhold Messner hatte also doch recht – „Yeti“ hieß. Wobei: Der „Yeti“ war in guter Gesellschaft. Sein engster Vertrauter hieß „Jumbo“.
Freilich haben auch Yeti und Jumbo ihre Vorgänger.

Hier die kurze Geschichte des schweren Geräts:

1963
Noch ist Pistenpräparierung ein Fremdwort. Pisten werden von freiwilligen Helfern mit ihren Skiern präpariert. Erste mechanische Hilfen sind Walzrollen.
1967
Das erste Pistenfahrzeug der Silvrettaseilbahn AG wird angeschafft:
Eine Prinroth-Zwillingsraupe.
1968
Ein Ratrac S wird zuerst gemietet, dann gekauft. Mit ihm kann man auch Steilhänge bewalzen.
1970
Die beiden bisherigen Geräte werden gegen ein neues Fahrzeug eingetauscht.
1972
Ein weiterer Ratrac wird angeschafft.
1973
Zwei Kässbohrer Pistengeräte kommen zur kleinen Flotte.
1975
Die Erschließung neuer Skigebiete erfordern die Vergrößerung der Flotte auf sechs Kässbohrer Dieselgeräte.
1977
Zwei weitere Pistenraupen kommen dazu.
1981
Die Flotte besteht jetzt aus zehn Kässbohrer Raupen und drei Ratracs.
1984/85
Vier neue Pistengeräte der Marke Bombardier-Rotax und Jumbo werden gekauft
2001
Zu den Garagen für die Pistengeräte kommt ein Hubschrauberhangar
2013
Der Einsatz der Pistengeräte auf österreichischer Seite stieg im Vergleich von 16.433 Stunden im Winter 93/94 auf 27.000 Stunden
2015
Sieben Pistenfahrzeuge von Prinroth, Typus Leitwolf, komplettieren die Flotte. Vorerst.