Der erste Ferientag

Der Skiurlaub ist ganz der Familie, der Bewegung an der frischen Luft und der Erholung gewidmet. Und nach dem Anreise gestern geht es heute so richtig los. Vier Gründe, warum dieser Tag so besonders ist. (Heute für die Wiener und Berliner, aber das nur nebenbei). 1)  Völlig klar: Normalerweise bedeutet ein Sonntag, dass Sie nichts tun müssen. Das ist heute ein bisschen anders: Sie müssen was tun. Sie müssen die Liftkarte kaufen. Auf den Berg fahren. Vielleicht neues Material testen. Dass das unglaublich viel besser als nichts tun ist, da sind wir uns ja wohl einig, oder? (Der Atomic Redster G9 übrigens, was ist das bloß für ein Wahnsinns-Ski!) 2)  Auf ins Abenteuer: Vielleicht sind Sie Stammgast, vielleicht sind Sie zum ersten Mal da, aber in jedem Fall gilt: Der Sonntag, der für viele der erste volle Skitag ist, verspricht, ein Abenteuer zu werden. Sie orientieren sich neu, Sie checken die Lage der Pisten ab, Sie planen eine Route, mit der Sie von Piste zu Piste kommen, Sie nehmen sich vor, bestimmte Hütten zu besuchen. Kurz: Sie entdecken einen schönen Fleck Welt ganz für sich. Fast unmöglich, dass die Aussicht darauf nicht die kleine Müdigkeit nach dem ausgiebigen Frühstück vertreibt. (In Ischgl gibt es übrigens, Achtung Stammgäste, seit dieser Saison die neue Velilleckbahn. Sie bringt einen in Nullkommanix wieder rauf auf den Berg, wenn man die 7er runter gefahren ist. Unbedingt probieren, schwere Empfehlung!) 3)  Loslassen: Ihre Kinder sind zum ersten Mal im Skikurs, und natürlich fragen Sie sich, wie das funktioniert, ob sie Gefallen am Skifahren finden oder eher nur mit Umfallen beschäftigt sind. Natürlich können Sie sich den Kopf darüber zerbrechen, ob eh alles gut geht. Sie können aber auch Vertrauen fassen, in ihre Kinder und in die Skilehrerinnen und Skilehrer: Das wird schon. Sogar eher, wenn nicht zu viel Angst mitfährt. 4)  Genießen: Mit das beste am Sonntag ist natürlich, dass man noch nicht ans Abreisen denken muss. Man muss nichts erzwingen, weil Schon die Zeit davonläuft, man kann sich einfach treiben lassen. Ohne Zeitdruck, ohne Erlebnisdruck. Von der Piste bis zur Sauna kann man alles machen, muss es aber nicht. Die Profis übrigens behalten sich diese Gelassenheit bei – und genießen den Moment.