DIE HEIDELBERGER HÜTTE. UND IHRE SCHWARZWALDSTERNE

Diese Hütte steht auf Schweizer Grund und Boden. Sie liegt auf 2264 Meter Höhe und hat eine lange Geschichte zu erzählen. Seit diesem Sommer ist es eine mehr: Dreistern-Koch Harald Wohlfahrt hat der Heidelberger Hütte einen Besuch abgestattet und ein formidables Gericht hinterlassen.

Diese Hütte ist die einzige Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins auf Schweizer Boden. Die Hütte der Sektion Heidelberg gehört zur politischen Gemeinde Valsot, wird aber von Ischgl aus bewirtschaftet, derzeit vom Hüttenwirten Alois Eiter.



Von Ischgl dauert der Aufstieg über das Bodenalpenhaus vier Stunden. Von Galtür führt der Weg durch das Lareintal über das Ritzenjoch, etwa fünf Stunden lang. Die beliebtesten Ziele von der Hütte aus sind die Heidelberger Spitze (2963 m, 2 bis 3 Stunden), die Gemsbleisspitze (3014 m, 3 Stunden) – und natürlich der Berg, der dem ganzen Massiv seinen Stempel aufdrückt: das Fluchthorn (3399 m, 4 bis 5 Stunden).



Auch der Kulinarische Jakobsweg hat auf der Heidelberger Hütte Station gemacht, diesmal in Person des Drei Sterne-Kochs Harald Wohlfahrt, der die Schwarzwaldstube in Baiersbronn jahrzehntelang zum Mekka der deutschen Feinschmecker geadelt hatte.



Wohlfahrt kreierte als Hüttengericht, wie er bescheiden sagte, „eine Pasta“. Aber was für eine: Die Ricotta Ravioli mit Pistousauce und Paprikaconfit sind ganz sicher ein Grund, auf die Heidelberger Hütte aufzusteigen.