HELDEN DER NACHT: DIE PISTENRAUPEN UND IHRE FAHRER


Nachts auf der Piste, da ist wirklich viel los. Dort, wo die Pistenmaschinen den Schnee von morgen präparieren, dort sollten sich wirklich keine Tourengeher herumtreiben. Weil das ist gefährlich.

Die Pistenraupen ziehen nachts über die Pisten und sorgen für die optimalen Verhältnisse. Die Maschinen, die hier zum Einsatz kommen, sind ziemlich schwere Geräte. Vorne gibt es ein dreiteiliges Schild, das schiebt den Schnee, dann eine Raupe mit Ketten, die walzt und eine nachgezogene Fräse, die die regelmäßigen Rillen in den Schnee zieht.

 
Bis zu 20 km/h schnell kann so eine Raupe fahren. Dort wo die Pisten besonders steil sind (an der steilsten Stelle ist die Steigung bei 70 Prozent) wird mit einem Seil gearbeitet, denn das Seil wirkt entlastend. Es nimmt der Maschine Gewicht ab und so kann sie sich leichter bewegen. Das Seil ist ein gigantisches Drahtseil.


Natürlich fahren sich die Raupen nicht von alleine. Sie müssen auch bedient werden. Einer dieser Fahrer ist Elmar Lechleitner. Er steuert seinen Pistenbully über die steilsten Hänge der Silvretta Arena.



Bei der Arbeit mit der Raupe muss man auf vieles achten: Die richtige Schneemenge, die richtige Dichte und dass das alles gut präperiert ist. Das Pistenraupen fahren ist ein einsamer Beruf. Nur hin und wieder schalten sich die Fahrer via Funk zu. Wenn es hell wird fahren auch die Pistenraupen wieder in ihre Garage. Und stehen erst dann wieder auf, wenn die Menschen von der Piste verschwunden sind.