Die Pizzaschnitte oder: Wie Kinder heute Skifahren lernen

Der „Schneepflug“ hat schon lange ausgedient, heute lernen Kinder die „Pizzaschnitte“. Was sich am Holländergletscher, also dort, wo Kinder Skifahren lernen, sonst so tut, erzählt uns unser Profi Christian Pöll von der Skischule Silvretta Galtür. 

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angsam anfangen, die Kinder nicht überfordern – und alles machen, was Spaß im Schnee und am Ski bringt. Darauf kommt es, ziemlich verkürzt gesagt, im Kinderskikurs heute an. Das sagt unser Experte Christian Pöll von der Skischule Silvretta Galtür, und Christian weiß, wovon er spricht: Er ist seit 20 Jahren Ski- und Snowboardlehrer, und seit drei Jahren ist er für die Kleinsten verantwortlich.

Oder dafür, dass sie das Skifahren lernen.

Wie man das macht? Das hat sich im Laufe der vergangenen Jahre zwar nicht wahnsinnig geändert (Die Ski vorne zusammen und hinten auseinander stellen, Hände auf die Knie, und dann in der Kurve das äußere Knie reindrücken, Anm.) aber es gibt jetzt ziemlich.tolle Hilfsmittel.

Jede Kinderskischule, die auf sich hält, hat derzeit zum Beispiel kleine Schneelaufräder, auf denen die Kleinsten den Hang hinunterfahren. Christian: „Das macht ihnen unglaublich viel Spaß. Und wenn sie mal auf so einem Rad draufsitzen, dann sind sie kaum noch runter zu bekommen.“

Zur Grundausstattung einer Kinderskischule gehören heutzutage auch noch Lenkräder (an denen die Kinder drehen, während sie Kurven fahren), diverse Seile und Bänder (die die Kinder ablenken), und als besonderes Highlight: Pizzaschnitten. Denn das hat sich in den vergangenen Jahren tatsächlich geändert: Wer heute zum Skifahren anfängt, der macht keinen Schneepflug mehr, wenn er bremsen will, sondern eine Pizzaschnitte. Das ist internationaler – und außerdem kennen das auch Menschen, die mangels Schnee keine Schneepflüge kennen. Diese Schaumstoffpizzaschnitten werden zwischen den Ski befestigt, die Kinder sind so quasi immer in der richtigen Position.

Und wenn es auch nichts hilft: Es sieht zumindest herzig aus.