DIE STORY VON ISCHGLS G-PUNKT

Schwer zu glauben, aber es gab eine Zeit, als Ischgl unter Verwechslungsgefahr litt. 1990 saßen die Ischgl-Touristiker deshalb zusammen und überlegten, wie sie die Unverwechselbarkeit des aufsteigenden Wintersportorts im Paznaun auch nach außen sichtbar machen könnten. Dann hatten sie eine Idee.

Das Problem bestand darin, dass im österreichischen Tourismus während gut hundert Jahren ein Ort eine große Rolle gespielt hatte, dessen Namen ein bisschen ähnlich klang: Bad Ischl, wo der Kaiser persönlich seine Sommerfrische zu verbringen pflegte.

Als es darum ging, das alte Ischgl-Logo aus dem Jahr 1971 zu erneuern, das vergleichsweise etwas harmlos daherkam, ging es nicht nur darum, mit kräftiger Typographie den einzigartigen Charakter der Destination Ischgl zu betonen, sondern auch den Unterschied zu Bad Ischgl besonders sichtbar zu machen.

Es ging nicht allein um die Gäste – die wussten schon, wo sie Skifahren gehen wollten. Aber eine ganze Reihe von Reiseveranstaltern und Tourismusbüros stolperten noch immer über die Ähnlichkeit der beiden Namen – auch wenn sich Ischgl nie angemaßt hätte, sich Bad Ischgl zu nennen.

Der Kaiser in Ischgl? Nein, es war Bad Ischl. Ohne rotes G.

Kantige, fast runenhafte Buchstaben machten den Namen Ischgl für die Zukunft fit – wie fit, kann man erst daran ermessen, dass das Ischgl-Logo bis heute in vollem Gebrauch steht und unzählige Fans hat. Zu den Farben Weiß und Schwarz wurde dann noch das notwendige Rot gemischt: Es wurde für das G in Ischgl reserviert: damit auch der letzte Freund der Sommerfrische weiss, dass Ischgl Ischgl ist.