DIESES STILLE HAUS IST HEUTE DER MITTELPUNKT VON ALLEM

Heute ist die Idalp Kult. Hier feiert Ischgl seine großen Feste, hier kehren tausende Menschen ein, wenn sie in der Silvretta-Arena Skifahren sind. Aber auch das große, spiegelnde Haus, wie wir es heute kennen, hat klein angefangen. Hier die Geschichte.

Es war zu Beginn der dreißiger Jahre im vergangenen Jahrhundert, als im Paznaun so etwas wie Gründerstimmung aufkam. Immer mehr Touristen entdeckten das Tal und seine famose Bergwelt. Die Pioniere witterten Morgenluft. Vor allem der Ischgler Postwirt Franz Grissemann wälzte Pläne, wie man die Berge oberhalb Ischgls für den Fremdenverkehr erschließen könnte.

Die Weltpolitik machte ihm einen Strich durch die Rechnung – vorerst. Als der deutsche Reichskanzler Adolf Hitler seine berühmte „Tausend Mark-Sperre“ verordnete – deutsche Staatsbürger mussten beim Grenzübertritt nach Österreich tausend Mark bezahlen –, blieben die geneigten Deutschen von heute auf morgen aus.

Grissemann gab jedoch nicht auf. Er organisierte für sein Projekt auf der Idalpe Landes- und Bundesunterstützung und baute 1934/35 mit der Hilfe zahlloser Einheimischer einen neuen Weg auf die Alpe und, als Krönung, das „Alpenhaus Idalpe“. Das Haus sollte Jahrzehnte später zu einem Zentrum des Ischgler Fremdenverkehrs werden.

1963 wurde schließlich – ebenfalls unter erheblichen Schwierigkeiten – die Silvrettabahn eröffnet, die direkt von Ischgl auf die Idalp führte. Damit war der Startschuss für eine einzigartige Erschließungsgeschichte abgefeuert. Trisanna zeigt Bilder der Idalpe, wie sie einmal war. Wie ist sie ist, besichtigt Ihr am besten selbst.