Freeriden: Darauf müsst Ihr achten

In Kappl ist dieser Tage wieder der Freeride-Weltcup zu Hause. Nach den Superstars der Freeride World Tour Anfang Jänner werfen sich von morgen bis Donnerstag die Helden der Juniors-Tour von der Quellspitze. Wir verraten, worauf man ganz genau achten muss.

Freeride Juniors Tour: Diese Wettkampfserie versammelt die besten Freerider, die zwischen 15 und 18 Jahren alt sind. Wer einmal länger in einem Fun-Park zugesehen hat, der weiß, dass es immer die Jüngeren sind, die die wirklich coolen Stunts abliefern. Im Freeride-Sport ist das nicht viel anders, und dementsprechend spektakulär wird es ab morgen zugehen, wenn die Helden der Freeride Juniors World Tour von der Quellspitze in Kappl in den Hang droppen.

Wie immer wird man in Kappl gute Sicht auf das Geschehen haben. (Am Besten sieht man von der Piste 8 aus, Anm.). Aber was sieht man eigentlich? und worauf kommt es an? Freeriden ist ein Jury-Sport. Es geht dabei nicht um die Zeit, die man für die Abfahrt braucht (obwohl diese auch in die Gesamt-Note einfließt), sondern um den Style. Dieser wird von den Judges bewertet – je drei für Skifahrer und Snowboarder sowie einen Headjudge. Bewertet werden insgesamt fünf verschiedene Kriterien: die Flüssigkeit des Runs (der Freerider sollte während seines Runs nicht stehen bleiben), die Kontrolle (sprich Tempo und Landungen), die Linienwahl, die Technik sowie die Kategorie Air&Style. Diese beinhaltet unter anderen die Höhe der Sprünge, die Kontrolle in der Luft und die Schwierigkeit der Tricks angepasst an die Geländeform. Besonders herausfordernd wird die Sache, weil die Freerider den Hang vor der Konkurrenz nicht befahren dürfen. Sie müssen sich die Linie entweder bei der Besichtigung vom Gegenhang oder mittels Fernrohr vom Start aus überlegen. Wer sich da verspekuliert, das Gefälle falsch einschätzt oder Felsvorsprünge niedriger oder höher bewertet als sie dann tatsächlich sind, der kann bei der Abfahrt durchaus die eine oder andere Überraschung erleben. Und das ist bei den Jungen nicht anders als bei den Profis der World Tour. Zusehen lohnt sich auf jeden Fall.