FÜNF ALPENTIERE, DIE NIE FRIEREN. UND WAS WIR VON IHNEN LERNEN KÖNNEN

Wenn wir in den Bergen nicht frieren wollen, müssen wir uns warm anziehen. Dafür brauchen wir smarte Textilien, Mehrlagenlook und – zu Hause – gut isolierte Wände. Interessant, wie das die Tiere der Alpen machen. Und ziemlich überraschend.

A L P E N M U R M E L T I E R
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Das Alpenmurmeltier hat gelernt, selbst unter härtesten Bedingungen auf 3.000 Metern zu überleben. Seine Strategie: Es schläft in seinem Bau, bis zu sieben Monate lang. Dabei braucht es die Fettreserven auf, die es sich im Sommer angefressen hat. Gertenschlank kehrt es im Frühjahr zurück an die Oberfläche.

D A C H S
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Anders als das Murmeltier ist der Dachs auch im Winter immer wieder wach, um sich Nahrung zu besorgen. Für seine Winterruhe errichtet er unterirdisch ein regelrechtes Refugium, das oft über mehrere Geschosse und verschiedene Ein- und Ausgänge verfügt. Mit Laub, Moos und Heu ist auch für einen gewissen Komfort gesorgt.

S T E I N B O C K
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Steinwild kann sich weder einen Bau graben noch Fettreserven anfressen. Stattdessen lässt es sich über Nacht auskühlen. Schraubt alle Körperfunktionen zurück, das Herz schlägt sehr viel langsamer. Morgens schleppt es sich an einen sonnigen Platz, um den Energiehaushalt hochzufahren. Dauert oft mal bis Mittag.

B I R K H U H N
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Gewagte Strategie: Das Birkhuhn lässt sich einschneien. Die Schneedecke wirkt alsWärmedämmung. Wird es erschreckt und flieht, braucht es mehr Energie, als es zur Verfügung hat. Für Skifahrer im Tiefschnee gilt also: Wer einen eingeschneiten Vogel sieht – bitte ruhig verhalten und weiterfahren.

R E H W I L D
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Rehe bewegen sie sich so wenig als nötig und ziehen sich in Schutzzonen zurück, wo sie nicht gestört werden. Zweitens lassen sie sich ein Winterfell wachsen, wie es etwa auch der Fuchs tut. Drittens verkleinern sie die Oberfläche ihres Darms und haben deshalb das Gefühl, nicht so viel fressen zu müssen wie in der warmen Jahreszeit