Herr Sieberer, warum sind Sie der schnellste Koch?

Martin Sieberer hat nicht nur drei Hauben für seine Küche im Trofana Royal, sondern auch den schnellsten Schwung aller Ischgler Chefs. In diesen Tagen fährt er ein Rennen nach dem anderen. Trisanna hat ihn zwischen zwei Läufen erreicht und – weltexklusiv – nach seinem Geheimnis gefragt. Gestern Sterne-Cup, morgen Ski–WM der Gastronomie, und dazwischen heute auch noch der traditionelle Vergleichskampf aller Ischgler Hotels. In diesen Tagen sind die Ischgler Spitzenköche wohl mehr zwischen Riesentorlauf-Toren als zwischen Töpfen und Pfannen anzutreffen (und vielleicht noch länger beim Skiwachseln im Materialkeller, Anm.). Die schnellste Ischgler Haube ist dabei fast schon traditionell Martin Sieberer vom Trofana Royal. Herr Sieberer, wie war der Sterne-Cup gestern? Toll. Ein Spitzenrennen, es war schlechtes Wetter angekündigt, aber beim Rennen war es perfekt. Und über alles andere möchte ich nicht reden. Hui, das klingt jetzt nicht gerade nach einem Sieg. Sagen wir so: Ich war ein perfekter Gastgeber, ich habe den Gästen die ersten drei Plätze überlassen und bin Vierter geworden. Enttäuschend, Sie waren doch Titelverteidiger! Sportreporterfrage: Woran ist es gelegen? Ich möchte nicht darüber reden. Aber ab jetzt gilt nur noch: volle Attacke.
Das heißt, Sie gehen heute beim Vergleichsrennen der Hotels und morgen bei der Ski-WM der Gastronomie auch an den Start? Aber sicher doch! Und was dürfen wir uns erwarten? Also, das Team vom Trofana Royal hat die vergangenen drei Jahre jeweils die Mannschaftswertung gewonnen. Wir werden alles daran setzen, das ein viertes Mal zu schaffen. Warum sind die Leute aus dem Trofana Royal so sauschnell? Was ist Euer Geheimnis? Das können wir natürlich nicht verraten, aber es ist halt so: Wir sind ein Haus direkt an der Piste. Wenn man da arbeitet, dann gehört es sich einfach, dass man auch gut Skifahren kann. Und Sie persönlich? Gibt es irgendwas, das man als Spitzenkoch auch fürs Skifahren dringend brauchen kann? Ja klar. Den Ehrgeiz, den Biss und den Hang zur absoluten Perfektion braucht man in der Küche genauso wie auf der Piste.