HIMMEL, HARSCH UND ZWIRN

Wenn die Temperaturen wärmer werden, verändert sich auch der Schnee und somit das Skifahren. Eine kleine Begriffserklärung.

Manche sagen, dass es keine bessere Zeit gibt, um sich im Wintersport auszutoben: Der Frühling. Die Sonne lässt sich dann hoffentlich öfter blicken, vor allem aber sind die Temperaturen deutlich angenehmer und dennoch gibt es, gerade nach so einem Winter, immer noch genug Schnee. Der hat dann aber auch schon eine gewisse Zeit am Buckel, weshalb es gut ist, ein paar Dinge über ihn zu wissen.

Harsch

Von Schnee ist zum Beispiel auch dann die Rede, wenn allerorts von Harsch gesprochen wird. Das Wort klingt genauso, wie es bei diesem Schnee klingt, wenn er zum Beispiel unter unseren Schritten bricht. Hrrrsch. Harsch ist alter Schnee, der zumindest einmal aufgetaut und dann wieder gefroren ist, wie das im Frühling oft passiert. Harsch bildet dann eine brüchige Schicht, eine Art Kruste, unter der der restliche Pulverschnee liegt. Er ist glatt und eben nicht immer ganz stabil. Für Skitourengehen sind bei solchen Bedingungen Harscheisen ratsam, weil sie beim Aufstieg mehr halt geben.

Firn

Firn ist manchmal ein Missverständnis: Streng genommen versteht man darunter Schnee, der mindestens einen Sommer, also eine Schmelzperiode überstanden hat. Es gibt ihn also auf Gletschern und permanenten Schneefeldern. Oft wird das Wort aber auch für eine Art Schnee verwendet, die in Fachkreisen „Sulz“ heißt. Gemeint ist hier der angetaute, leicht feuchte Schnee und dann wieder gefrorene und deshalb körnige Schnee, für den wärmere Temperaturen verantwortlich sind. Solang diese Schicht dicht genug ist, trägt sie hervorragend. Wenn der Schnee aber tiefergehend nass ist, steigt die Lawinengefahr.