KLEINE MÜTZENKUNDE

Seit alle mit Helm auf den Pisten unterwegs sind, kommt im Winterurlaub die Mütze oft allzu kurz zum Einsatz. Dafür wird sie umso bedachter ausgewählt. Ein Überblick.

Beanies

Wer trägt sie?
Männer, die kein Problem damit haben, beim Sport zum Haarreifen zu greifen und generell Menschen, die regelmäßig das Wort „abhängen“ gebrauchen.

Wie trägt man sie richtig?
Bis vor einem Jahr galt für Männer, dass die Mützenlänge die Bartlänge bestimmt. Heute tragen Hipster keinen Bart mehr, aber auch Nicht-Hipster Beanies – seither wird alles toleriert, solange das Mützenende nicht den Nacken berührt.

Was macht sie so speziell?
Sie werden auch im Haus getragen.

Die Pudelmütze

Wer trägt sie?
Tendenziell eher Frauen, aber auch Männer, die oft auch einen Hang zum Norweger-Pullover und Schaffell-Hausschuhen haben.

Wie trägt man sie richtig?
Der Mittelpunkt des Bommels sollte auf einer Linie zur Kinnspitze liegen, alles andere erinnert an Topfdeckel.

Was macht sie so speziell?
Sie ist ein vielgestaltiger Klassiker, der von elegant bis flippig wirken kann, aber durch den Bommel immer ein bisschen unernst bleibt.

Die Fellmütze mit Ohren

Wer trägt sie?
Menschen, für die sich minus 5° Grad nicht wesentlich anders anfühlen als minus 20° Grad und deshalb lieber auf Nummer sicher gehen. Menschen, die sich als Kinder gerne als Hasen verkleidet haben sowie Menschen, die wissen, dass einfach nichts und zwar wirklich gar nichts der Schönheit ihres Gesichts etwas anhaben kann.

Wie trägt man sie richtig?
Mit unerschütterlich großem Selbstbewusstsein.

Was macht sie so speziell?
Sie lässt ihre Träger aussehen, als könnten sie einen Bären erlegen und danach bei einer romantischen Pferdekutschenfahrt durch den Winterwald leise Schostakowitsch-Sinfonien pfeifen.

Die schlichtest mögliche Mützen-Mütze

Wer trägt sie?
Minimalisten und Männer, die nicht weiter auffallen wollen.

Wie trägt man sie richtig?
Nicht zu weit ins Gesicht gezogen.

Was macht sie so speziell?
Sie passt in jede Winterjackentasche.