Lernen von den Besten: Als Ischgl seine Skischule bekam

Lange, sehr lange bevor es im Paznaun Lifte gab, gab es in Ischgl schon Skilehrer. In diesen Tagen feiert die Skischule Ischgl bereits ihren 90sten Geburtstag. Wir wissen, wie alles begann.

Sie bereichern jede Nightshow am Prennerhang. Sie sind nicht von den Pisten wegzudenken, weder am Berg noch im Tal. Die weiß-blaue Jacke mit der roten Hose ist ihr Markenzeichen und Erkennungssymbol, sie sind weltbekannt, und ein Teil von ihnen zu sein, das ist für viele ein Privileg: die Skilehrer der Ischgler Skischule sind Stars. Viele Touristen haben schon Kurse bei ihnen besucht, und manche wollten auf ihre Skilehrer gar nicht mehr verzichten. Pink zum Beispiel, die Sängerin, sagte nach ihrem legendären Top of the Mountain Concert: „Meinen Skilehrer hätte ich am liebsten gleich mit nach Hause genommen“.

Auf diesem Bild sind die Pioniere unter den Ischgler Skilehrern zu sehen. Von links: Josef Zangerl, Bruno Aloys, Erwin Aloys und Josef Kathrein. Sie hatten beim Skipionier Hannes Schneider in St.Anton als Hilfsskilehrer gearbeitet und dann, vor knapp mehr als 90 Jahren, in St. Christoph die staatliche Skilehrerprüfung abgelegt. Am 16. Dezember 1929 suchten Josef Zangerl und Josef Kathrein bei der Tiroler Landesregierung um die Genehmigung einer Skischule in Ischgl an.
skilehrer_brief_2
Die Antwort kam (fast) postwendend: Am 27. März 1930 bestätigte die Landesregierung in aller Form die Gründung der Skischule Ischgl. Die Wintersaison 2019/20 ist also ihre 90. Saison. Wir gratulieren zum Geburtstag. Man kann nicht früh genug damit anfangen.