DER TRICK, UM AM BERG NIE IN GEFAHR ZU KOMMEN

Unfälle passieren am Berg genauso wie im Tal. Die größten Fehler beim Wandern und Bergsteige lassen sich aber vermeiden – mit einem einfachen, aber überraschenden Trick.

Wer kennt das nicht: Alle sind bereit zum Losgehen, aber plötzlich muss einer noch einmal aufs Zimmer. Er hat vielleicht etwas vergessen, er muss vielleicht noch einmal auf die Toilette. Der Aufbruch verzögert sich. Um ein paar Minuten nur, aber das ist ja auch erst der Anfang. „So geht es bei Wanderungen oft. Menschen haben die Zeit nicht gut in Griff, es sind immer nur ein paar Minuten mehr, aber irgendwann kann das gefährlich werden“, sagt Christoph Pfeifer. Seit Jahrzehnten geht der Bergführer mit Gruppen durch die Silvretta, und „nur fünf Minuten“ waren noch nie nur fünf Minuten.

Wenn sich ständig alles ein bisschen verzögert, kann später am Tag auf einmal Stress entstehen. Man ist dann zum Beispiel noch am Berg, wenn das Wetter wechselt. Die Beine werden müde, die Konzentration lässt nach und gleichzeitig steigt der Stress, schnell ins Tal zu kommen. All das erhöht die Gefahr, dass am Berg etwas passiert.

„Die meisten Wanderer und Bergsteiger sind heute bestens ausgerüstet. Wie wichtig es aber ist, die Zeit im Blick zu haben, unterschätzen viele.”

Das fängt damit an, dass viele Wanderer zu spät losgehen für die Route, die sie sich vorgenommen haben. Dann kommt später automatisch die Hektik, es fehlt die Zeit für Pausen.

Überhaupt überanstrengen sich viele  Wanderer oft. „Da sind dann leider keine Reserven mehr da, auch das erhöht die Verletzungsgefahr“, sagt Pfeifer. Seine Tipps? „Eine gute Routenplanung ist wichtig. Außerdem ist es entscheidend, dass man die alpinen Gefahren bewusst wahrnimmt.“ Steinschlag und plötzliche Wetterwechsel, zum Beispiel, lasses sich laut Pfeifer gut vermeiden, wenn man aufmerksam unterwegs ist. Und besonders während der Übergangszeiten soll man bei Schneefeldern vorsichtig sein.