MENSCHEN IM PAZNAUN: HANS VON DER THANNEN, TROFANA-HOTELIER

Er hat den Gasthof Trofana zu einem Fünfsternehotel gemacht und betreibt unter einem Dach mehrere Haubenrestaurants. Trisanna trifft den Hotelier, der die Mittagsstunde liebt und das Lied „Ischgl, du mein Traum“. „Wenn Ischgl ein Tier wäre“, fragen wir ihn, „welches?“. Von der Thannen: „Ein Tiger!“

Name
Hans von der Thannen

Alter
68, geboren in Egg im Bregenzerwald/Vorarlberg

Familienstand
Verheiratet mit Margot seit 1969,
Töchter Karin (geb.1970), Nadine (geb.1978), Sohn Alexander (geb.1971)

 

 

Wohnort
Ischgl

Beruf
Hotelier und Gastwirt

War Hotelier schon immer ihr Berufswunsch?
Nach meiner Kochlehre in Bregenz und mehreren Wanderjahrenm, u.a. in der Schweiz, am Arlberg und im Paznaun, entstand schon sehr früh der Wunsch nach Selbstständigkeit. Diesen Wunsch haben meine Frau Margot, eine geborene Ischglerin, und ich gemeinsam vor genau 40 Jahren am 3.12.1977 mit dem Gasthof Trofana umgesetzt. Seitdem ist es stetig aufwärts gegangen. Derzeit halten wir bei fünf Betrieben, wobei die Betriebe in Ischgl von Familienmitgliedern zusammen mit unseren Abteilungsleitern geführt werden.

Das Flaggschiff ist aber eindeutig das Trofana Royal?
Ja, das Trofana Royal ist Österreichs einziges 5 Sterne Superior Hotel, dessen kulinarisches Angebot mit 5 Gault Millau Hauben in zwei verschiedenen Restaurants gekrönt ist, die Paznauner Stube mit 3 und Sieberer’s Heimatbühne mit 2 Hauben. In beiden schwingt Martin Sieberer den Kochlöffel.

 

 

Was ist das Besondere an diesem Beruf bzw. die größte Herausforderung?
Wie beim Zirkus. Entweder man mag es oder nicht.

Was bedeutet ihnen die Auszeichnung
„Leader of the Year 2014“ für ihr Lebenswerk?
Natürlich freut einen so eine Auszeichnung. Das ist das Ergebnis des jahrelangen Bemühens, unseren treuen Gästen die bestmögliche Qualität anzubieten. Selbstverständlich ist das nur mit einem eingespielten, loyalen Team zu schaffen. Mindestens genauso freut mich aber die Ernennung zum Kommerzialrat im Jahr 2011. Die erst zweite Verleihung in Ischgl nach dem Tourismuspionier Erwin Aloys.

Beschreiben sie den typischen Gast im Trofana Royal.
Auf Grund unseres Bonussystems haben wir sehr viele Stammgäste. Ein sehr gemischtes Klientel vom Skifahrer und sonstigen Wintersportler bis zum Wanderer und Biker, wobei unser großartiges Wellnessangebot auf über 2.500 Quadratmeter eine sehr große Rolle spielt. Natürlich fühlen sich Gourmets in unseren zwei Haubenrestaurants auch sehr wohl bei uns.

 

 

Wie beurteilen sie den Klimawandel in Bezug auf den Tourismus?
Wir in Ischgl sind auf Grund der Höhen-und Nordlage sicher begünstigt. Außerdem haben wir im ganzem Skigebiet eine perfekte Pisten-Beschneiung. Nichtsdestotrotz dürfen wir dieses Phänomen aber keinesfalls unterschätzen.

Wird der Sommertourismus in Zukunft auch in Ischgl eine größere Rolle spielen?
Im Sommer haben wir im Gegensatz zum Winter eine weltweite Konkurrenz. Von uns ist eine Zunahme der Zahl der Sommergäste natürlich sehr erwünscht. Um ein Zeichen zu setzen, ist daher unser 5 Sterne Hotel samt Restaurant auch im Sommer geöffnet. Ein sehr positiver Nebeneffekt ist, dass wir unser Stammpersonal ganzjährig anstellen können. Deshalb haben wir in den letzten Jahren auch sehr viel in Mitarbeiterhäuser investiert.

Ihre Lieblingsspeise?
Paznauner Schafl und Galtürer Michlkalbl.

Von Martin Sieberer gekocht?
Klar

Lieblingsplatz im Paznaun?
Fimba (oberhalb von Ischgl)

Und draußen in der Welt?
Mein Haus in Port d’ Antratz auf Mallorca

Typische Paznauner Charaktereigenschaft?
Zurückhaltend. Man muss auf die Leute zugehen, dann öffnen sie sich auch.

Wenn Ischgl ein Tier wäre: Welches?
Tiger

Mit welchem Getränk stößt man auf die gelungene Saison an?
Mit einem guten Glas Wein oder Champagner

 

 

Lieblingsfarbe im Winter?
Blau (Himmel) und weiss (Pisten)

Die Silvretta Arena in einem Wort?
Eines der besten Skigebiete weltweit.

Lieblingssprache während der Saison?
Deutsch

Wo findet sie einen Moment der Ruhe?
Auf der Murmeltierjagd im Fimba und auf Mallorca.

Lieblingslied mit Paznaun-Bezug?
Ischgl, du mein Traum

Wichtigstes Accessoire im Winter?
Schal

Die beste Uhrzeit des Tages?
Die Mittagszeit

Die wichtigste Veränderung des letzten Jahrzehnts?
Mein Rückzug aus dem operativen Geschäftsbereich – und damit einhergehend die schrittweise Übergabe an meine Kinder.