MENSCHEN IM PAZNAUN: JASMIN WALSER, HUNDEFRAU

Jasmin Walser ist 24, und einen eigenen Hund hatte sie nie. Trotzdem hat sie jetzt Ischlgs erste Rundum-Pension für Vierbeiner eröffnet. Trisanna erklärt sie, warum man immer seinem Herzen folgen sollte. Bei einem Spaziergang – mit Hund natürlich.

Fotos: Niko Havranek

Jasmin, warum Hunde und nicht Menschen?

(lacht) Naja, so ganz ist es auch nicht. Im Sommer arbeite ich im Verkauf in einer Boutique. Aber ich war immer schon sehr tierlieb und ich wollte unbedingt auch mit Tieren arbeiten. Es hat sich so ergeben, dass mir Freunde immer wieder ihre Hunde gebracht haben, wenn sie dringend wohin mussten. So bin ich auf die Idee gekommen, dass unsere Gäste das vielleicht auch interessieren könnte. Und das war tatsächlich so.

Braucht man dazu eine spezielle Ausbildung?

Man braucht sie nicht, aber mir war es wichtig, dass ich etwas in der Hand habe. Ich habe in der Nähe von Wien die Ausbildung zur Hundesitterin gemacht. 

Einen eigenen Hund hast du aber noch nie gehabt.

Nein, leider nicht. Die Mama hat nämlich ein bisschen Angst vor Hunden. Aber es ist stark in Planung – es soll ein Eurasier werden.

Deine Eltern betreiben ein Hotel. Wolltest du dort nicht mitarbeiten?

Der Tourismus bei uns ist eine ganz tolle Sache. Aber dieses 100-Prozent-Tourismus, das war nie so richtig meines. Das hab ich schon ganz früh gemerkt, als ich mit 19 in der Nähe von Vancouver zwei Monate in einem Tierheim ausgeholfen habe. Das war ein super Erlebnis, mir hat das sehr viel gegeben. Ich glaube, mann muss dann ehrlich sein und auf sich selbst hören. Mit den Hunden kann ich Tourismus und das, was ich unbedingt machen möchte, jetzt ganz gut kombinieren.

Was ist für dich so besonders daran, mit Hunden zu arbeiten?

Sie geben dir so viel Liebe und Zuneigung zurück. Wenn der Hund mich am nächsten Tag sieht und sich freut – da geht mir das Herz auf. Da sehe ich, dass ich meine Arbeit gut gemacht habe.