MENSCHEN IM PAZNAUN: MICHAELA EHGARTNER, SUPER-SERVICE-KRAFT

Michaela Ehgartner ist 18 Jahre alt und Österreichs Junioren-Staatsmeisterin im Service. Sie ist geboren in der Steiermark, hat gelernt in Kärnten und arbeitet in Tirol. In Trisanna spricht sie über die Motivation, von den Besten lernen zu wollen und über ihr Fernweh – bei dem die große Ferne relativ ist.

Michaela, du hast es sogar auf Papier, dass du eine der besten Kellnerinnen Österreichs bist. Wie kam es dazu?

Es ist ganz lustig, dass es so gekommen ist. Meine Eltern sind zwar auch in der Gastronomie, aber sie haben immer gesagt: Michaela, dir steht alles offen, mach, was du glaubst. Aber am meisten hat mich dann doch das interessiert, was auch sie gemacht haben. In meinem dritten Lehrjahr bin ich dann Kärntner Landesmeisterin geworden und habe mich für die Staatsmeisterschaften qualifiziert. Und die habe ich dann tatsächlich gewonnen.

Was kann man sich unter so einem Bewerb vorstellen? Geht es da auch darum wer die meisten Gläser tragen kann? 

(lacht) Nein, da geht es um Dinge wie Tischdecken, die Technik beim Servieren, Weinservice- und Kenntnis, Auftreten und Fingerabdrücke auf dem Besteck. Man muss wirklich auf jede Kleinigkeit achten.

Du bist erst seit dieser Saison in Ischgl – war Tirol als nächster Schritt dein Wunsch?

Ja, ich habe in einem sehr guten Hotel in Pörtschach gelernt und wollte jetzt einmal raus. Ischgl war mein Favorit, weil es hier so viele gehobene Hotels und Lokale gibt. Das ist auch das, was mir hier im Hotel Post so gut gefällt – das Gehobene und gleichzeitig Familiäre. Ich kann hier viel mitnehmen für später.

Ursprünglich kommst du ja aus der Steiermark. Kennst du kein Heimweh?

Das nicht zu Hause sein ist kein Problem für mich. Ich bin zwar ein Familienmensch, aber ich liebe es, neue Leute kennenzulernen und etwas Neues zu sehen. Auch jetzt ist es ja so: Ich lasse so ziemlich alles auf mich zukommen – wer weiß, was passiert?

Also ist das Ausland auch eine Option?

Wenn ich so darüber nachdenke: Nein, momentan nicht. Weil so groß ist das Fernweh dann auch wieder nicht. Gerade ist es also kein Thema, aber irgendwann bestimmt.