MENSCHEN IM PAZNAUN: THOMAS HUBER, TOURISMUSPIONIER

Er ist Hotelier und Bauer, und er übt beide Berufe mit demselben durchschlagenden Erfolg aus. Trisanna trifft die Galtürer Legende Thomas Huber.


Name

Thomas Huber      

Alter
80

Wohnort
Galtür   

Beruf
Hotelier und Bauer

Familie
Verheiratet mit Laura seit 1959.
Kinder: Gerold, geboren 1960; Hermann, geboren 1961; Verena, geboren 1962; Thomas geboren 1964; Adele, geboren 1968

Wie kommt ein gebürtiger Landecker nach Galtür und wie wird er zum größten Hotelier und Bauern im Paznaun?
Als gelernter Elektriker kam ich 1957 nach Galtür auf die Baustelle im Gasthaus Ballunspitze, wo ich meine Frau Laura kennenlernte. Nach einigen gemeinsamen Jahren in Landeck eröffneten wir im Dezember 1961 die Jausenstation Wirlerhof. 1968 folgte die Übernahme vom Almhof samt Landwirtschaft. 1972 haben wir die Fallbrunnalm im Skigebiet gebaut. Zwischen 1975 und 1978 erfolgte der großzügige Ausbau des Wirlerhofs. 1986 haben wir den Almhof neu gebaut, 1992 den Gasthof Glöckner in Mathon übernommen. 1995 konnten wir den Tramserhof in Zams kaufen. 2004 erfolgte der Neubau der Residenz Glöckner in Mathon. 2008 übernahmen wir das Hotel Fluchthorn mit Um- und Zubau im Jahr 2012. 2016 erfolgte der Ausbau der Hofsennerei beim Almhof. Das bedeutet: Zwischen 1968 und 2014 haben wir fünf  Landwirtschaften in und um Galtür übernommen. Und zuletzt, im Sommer 2018, konnten wir auch das Hotel Rössle übernehmen.

Wie viele Gästebetten stehen momentan in den Huber Hotels zur Verfügung?
700

Seid Ihr ein Familienbetrieb?
Bis auf Gerald sind alle Kinder in den Betrieben tätig. Derzeit auch schon sieben Enkel.



Wie hat sich nach dem Ausbau der Hofsennerei  die Käseproduktion entwickelt?
Wir halten derzeit 160 Rinder und verarbeiten die gesamte Milch in unserer Sennerei. Die Nachfrage nach dem Galtürer Almkäse ist mittlerweile größer als die Mengen, die wir produzieren können. 

War es früher leichter, sich im Tourismus zu behaupten als heute?
Die Zeiten kann man nicht vergleichen. Einerseits herrschte Anfang der sechziger Jahre eine große Aufbruchsstimmung. Anderseits war die Rekrutierung von Personal kein Thema. Die Leute wollten einfach arbeiten und Geld verdienen. Heutzutage ist es extrem schwierig, gutes Personal zu bekommen. Besonders an ausgebildeten Köchen mangelt es gewaltig. Die Personalfrage wird die große Herausforderung in den kommenden Jahren im Tourismus landesweit.

Dein Lieblingsausdruck auf Paznaunerisch?
Nansali (Mitagsschläfchen)



Deine Lieblingsspeise?
Wienerschnitzel mit Kartoffelpüree, von meiner Frau Laura gekocht

Lieblingsplatz im Paznaun?
Die Fallbrunnalm im Galtürer Skigebiet 

Beschreibe die Galtürer als Menschenschlag:
harter Schlag

Wenn Galtür ein Tier wäre: Welches?
Stier

Mit welchem Getränk stößt man auf die gelungene Saison an?
Glas gutem Rotwein

Galtür in einem Wort?
Lebensmittelpunkt

Lieblingssprache?
Dialekt

Wo findest du einen Moment der Ruhe?
In der Stube

Wichtigstes Accessoire im Sommer?
Sonnenbrille und Hut

Die beste Uhrzeit des Tages?
6.00 morgens

Die wichtigsten Veränderungen des letzten Jahrzehnts?
Die Qualitätsverbesserungen in unseren Hotels auf Vier Sterne-Niveau.