Prima fürs Klima: Ischgler Projekt wird ausgeweitet

Seit dieser Saison ist Ischgl ein klimaneutrales Skigebiet. Das bedeutet, es wird so viel CO2 wie möglich eingespart. Was nicht eingespart werden kann, wird kompensiert. Die Initiative ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern findet immer mehr Nachahmer. Klimaneutrales Skigebiet. Das bedeutet, dass durch die gesamten Aktivitäten der Silvrettaseilbahn AG kein zusätzliches CO2 in die Atmosphäre ausgestoßen wird – das ist in Zeiten der Klimakrise ein wesentlicher Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften. Damit das klappt, hat die SSAG erstens versucht, so viel CO2 wie möglich einzusparen (mehr dazu gibt es hier), und andererseits in Projekte investiert, mit denen der nicht vermeidbare CO2-Ausstoß kompensiert wird. Seit Beginn dieser Saison darf sich Ischgl wegen dieser Initiative als größtes klimaneutrales Skigebiet der Alpen bezeichnen. Und noch wichtiger als das: Ischgl ist damit Vorreiter einer neuen Bewegung. „Insbesondere die Wintersportler selbst nehmen diese Initiative wahr – wir bekommen von dieser Seite, aber auch aus der Branche selbst, viele positive Reaktionen“, sagt Günther Zangerl, Geschäftsführer der Silvrettaseilbahn AG. Tatsächlich interessieren sich immer mehr Skigebiete für diesen Ischgler Weg der Nachhaltigkeit und überlegen ähnliche Aktivitäten. „Es geht heute mehr als je zuvor um das Leben und Wirtschaften im Einklang mit der alpinen Natur“, sagt Josef Margreiter, Geschäftsführer der Lebensraum Tirol Holding. „Um die Attraktivität unseres Lebensraums auch für zukünftige Generationen zu sichern, muss Tirol als führendes Wintersportland auch in der Klimaneutralität an die Spitze gehen.“ Doch nun geht Ischgl noch einen Schritt weiter. Denn die Aufforstungen und anderen Kompensationen, die Ischgl für den CO2-Ausstoß der SSAG geleistet hat, haben bisher vor allem in Entwicklungsländern stattgefunden. Das soll sich nun ändern, sagt Hannes Parth, der als Obmann von Vitalpin Schirmherr dieses Projekts ist: „Wir wollen mit Vitalpin zusätzlich konkrete Kompensationsoptionen in unserem Alpenraum initiieren – dann fließen Geldmittel für wichtige Naturprojekte auch in unsere Region zurück. Und dann schließt sich ein Kreis, der sicherstellt, dass wir zukunftsgerichtet im Sinne unserer nächsten Generation und unserer Kinder wirtschaften.“ Im geplanten alpinen Klimaschutzfonds sollen besonders Initiativen für effiziente Mobilitätslösungen und intelligente Energieversorgung unterstützt werden.