Pro und Contra: Ist der Rucksack beim Skifahren noch zeitgemäß?

In ziemlich unregelmäßigen Abständen lassen wir hier jene großen Fragen des Skifahrens diskutieren, bei denen es keine drei Meinungen gibt. Heute: Ein Rucksack zum Skifahren?

Pro: Und wie!

Der Rucksack hat seit einiger Zeit an Ansehen gewonnen. Es ist heute völlig okay, ihn zu einem Anzug zu tragen und so in einem wichtigen Meeting aufzutauchen. Der Rucksack ist nicht mehr Schülern und Wanderern vorbehalten, sondern hat in fast allen Lebensbereichen seine Berechtigung. Das gilt natürlich auch für den Wintersport und hat einen sehr guten Grund: Rücksäcke sind wirklich praktisch.

Glücklicherweise gibt es weltweit Experten, die viel Erfahrung damit haben, praktische Dinge schön aussehen zu lassen. Sie heißen Produktdesigner. Dank ihnen gibt es entsprechend auch Rucksäcke, die nicht schlecht aussehen.

Wobei – kommt es beim Skifahren wirklich darauf an, gut auszusehen (einmal abgesehen von der Fahrtechnik)? Es gibt ja prinzipiell keine Skikleidung, die nicht funktional angelegt wäre und so sportlich daherkommt wie beim Skisport. Bei Skischuhen, die aussehen, als würde man in zwei kleinen Formel-Eins-Autos stehen, fällt ein Rucksack unter ästhetischen Gesichtspunkten jedenfalls nicht negativ auf. Worauf kommt es auf der Piste also eher an: auf ein elegantes Erscheinungsbild oder doch auf ein bisschen Stauraum für wichtige Dinge, wie eine Thermoskanne Tee und eine Profikamera samt Profiequipment?

Contra: Ganz bestimmt nicht!

Insgesamt drei Skifahrer-Typen gibt es, bei denen Rucksäcke ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung  sind. Offpistefahrer. Skilehrer. Bergretter. Aber sonst?

Niemand, der gerne Ski fährt, würde sich freiwillig einen Rucksack auf den Rücken schnallen, es ist nämlich ungefähr so als würde man an einen Porsche 911er Cabrio eine Anhängervorrichtung montieren und dann einen Wohnwagen ziehen. Das Gewicht verändert die gesamte ausgefeilte Balance, wenn man mehr als zehn km/h fährt, hüpft der Rucksack bei jedem Buckel, und außerdem: wohin gibt man den Rucksack beim Sessellift fahren? Auf die Knie? Damit sieht man aus wie Oma, wenn sie die Katze streichelt.

No Bagpacks, nicht beim Skifahren.

Man muss ja auch an die anderen denken, die Nicht-Rucksackträger, die dauernd Angst davor haben müssen, was in den Rucksäcken der Rucksackträger drinnen ist. Bluetooth-Boxen zum Beispiel, die dann das neueste von David Guetta rauspressen, in Discolautstärke, am Sessellift. Oder Dauerwurstbrote mit extra viel Käse, die dann in der Gondel gegessen werden.