Pro und Contra: Ist es cool wenn auf der Piste Musik aus dem Rucksack dröhnt?

In ziemlich unregelmäßigen Abständen lassen wir hier jene großen Fragen des Skifahrens diskutieren, bei denen es keine drei Meinungen gibt. Heute: Ist es cool Musik aus dem Rucksack dröhnen zu lassen?

Pro: Ja, klar!

Es ist eigentlich kaum zu verstehen, wie man es ohne Musik auf der Piste aushält. Weil: Was hört man denn sonst so? Das klackern der Sessel vielleicht, wenn sie über die Liftstützen rollen, den Klang der Stöcke wenn sie Menschen wie Profis vor dem Start aneinander klopfen, ein paar heulende Kinder und vor allem ganz viele sinnlose Gespräche ob man jetzt links fahren soll und dann nachher rüber auf die rote 3er, oder doch lieber erst nachher? In Skigebieten gibt es diesen Klang der Natur nicht, um den es schade wäre, würde man ihn verpassen.

Die einzigen akustisch erquickenden Momente sind ja sowieso die, wenn man an der Hütte vorbei schwingt und – hoch, runter, hoch, runter – kurz mit der Musik, die sich über die Terrasse auf die Hütte drückt, mitwippt. Und das macht man ziemlich sicher nicht nur selbst, sondern auch alle anderen in der Gruppe.

So kommen wir zur Musik-Box im Rucksack. Weil Musik ja viel schöner ist, wenn man sich gemeinsam hört, als allein. Weil es schöner ist, wenn wir gemeinsam wippen, als jeder für sich mit kleinen Stöpsel im Ohr. Deswegen lass uns doch gemeinsam hören, was uns gefällt. Nicht nur auf der Hütte. Und das am besten so laut, dass die anderen auch etwas davon haben.

Contra: Auf keinen Fall!

David Guetta. DJ Bobo. Rammstein. „Despacito“. DJ Ötzi. Ed Sheeran. Pizzera und Jaus. David Guetta, also echt jetzt. Avicii. Taylor Swift. Justin Bieber. Nickelback. Robin Schulz feat. James Blunt. James Blunt. Robin Schulz. Nochmal, und jetzt wirklich: David Guetta! Bruno Mars. Enrique Iglesias. Ariana Grande. Steve Aoki. STEVE AOKI! Drake. Lil Skies & Rich the Kid. Alison Gold. Und natürlich David Guetta.

Man kann seine Mitmenschen ja manchmal ein bisschen ärgern. Aber man muss sie nicht foltern.