RUCK. ZUCK. SCHLEPP. WEG!

Bis zum Jahr 2000 leistete der Schlepplift auf der Bodenalp gute Dienste. TRISANNA hat ein paar letzte Bilder und Erinnerungen.

„Schlepplift“ sagten eigentlich nur die Gäste aus dem befreundeten Ausland. Die Einheimischen wussten selbstverständlich, dass ein „Schlepper“ nichts anderes als ein „Schlepper“ ist, und dass es in einem spezifischen Moment der Bergfahrt ein gewisses Grundgefühl braucht. Wintersportprofis erinnern sich: Die Schlepplifte der sechziger und siebziger Jahre – die hier gezeigten Aufnahmen vom Bodenalmlift stammen übrigens aus dem Jahr 1975 – konnten einiges an Tücke an den Tag legen.

Kaum war vom freundlichen Bedienungspersonal der Bügel sanft unter den Schwung des Hinterns gelegt worden, spannte sich nämlich das Seil, das den Bügel mit dem Transportseil verband, und setzte die Liftgäste in Bewegung. Ruckartig in Bewegung. Handelte es sich bei den Wintersportlern um zarter besaitete Menschen ohne massives Lebendgewicht, konnte dieser Ruck dazu führen, dass sich die Gäste nicht nur aus der Spur, sondern auch aus den Skischuhen verabschiedeten, was bei den Augenzeugen, ja nach Abgebrühtheit, für Mitleid oder Heiterkeit sorgte.

Heute gehört die Schleppliftzeit mehrheitlich der Vergangenheit an. Seit dem Jahr 2000 ist der Bodenalp-Lift eine fix geklemmte Vierer-Sesselbahn, 726 Meter lang, Beförderungskapazität: 1615 Menschen/Stunde.