Schneits im Tal und auch im Wald, dann ist der Dezember kalt

Ein paar Tage noch, dann gilt es. Ein paar Tage, dann gehen die Liftanlagen in Betrieb, dann startet endlich die Skisaison, und spätestens dann wollen wir wissen: Wie wird heuer das Wetter?

Und wie der Schnee? Wir analysieren das – anhand der wichtigsten Bauernregeln.

Es gibt ein paar Möglichkeiten, raus zu finden, wie das Wetter wird: Den Wetterbericht lesen, aus dem Fenster schauen, falls man jemand mit kürzlich überstandener Bandscheiben oder Knieoperation im Bekanntenkreis hat fragen, was die Gelenke so sagen. Wir wollen jetzt keine Aussagen über die Qualität dieser Vorhersagen treffen (wobei man sagen muss: die Präzision von Onkel Walters Knie, die ist sagenhaft!) 

Aber wirklich wissen, wie das Wetter in den kommenden Wochen wird, kann man nur, wenn man die ehrlichen, seit vielen Jahrhunderten überlieferten Bauernregeln beherzigt. Gerade im Alpinen Raum stimmen diese überraschend häufig. Und gemäß dieser Regeln kommen in den nächsten Wochen mehrere Tage, die eine ganz besondere Aussagekraft für die Wetterentwicklung der kommenden Monate haben.

Am Freitag wirds schlecht. Am Freitag ist nämlich der Namenstag des Heiligen Klemens, und  „Dem Heilgen Klemens traue nicht, denn selten zeigt er ein mild´ Gesicht.“

Für Samstag ist leider keine Regel vorhanden, der Sonntag, 25. November, Kathrein, wird dafür sehr wichtig: „Wie das Wetter um Kathrein, so wirds den ganzen Winter sein.“ 

Falls es Sonntag übrigens zuwenig Schnee gibt, dann müssen wir nicht zwingend verzagen, sondern einfach fünf Tage warten – bis zum 30. November nämlich:„Wenn kein Schneefall auf Kathrein ist, auf Sankt Andreas kommt er g’wiss.“ Und falls es einen Tag später kalt ist, dann wäre das auch nicht ganz schlecht: „Fällt auf Eligius (1. Dezember) ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag.“

Eine besondere Vorhersagekraft hat dann der 6. Dezember, Nikolaustag: „Regnet’s an Sankt Nikolaus, wird der Winter streng und graus.“Regnets aber nicht, dann gilt: „Trockener Nikolaus, milder Winter rund um’s Haus.

Aber gut, vielleicht sollte man Bauernregeln doch nicht so ganz ernst nehmen. Denn für den Donnerstag, 22. November, den Namenstag von Cecilia, heißt es: „Wenns an Cecilia schneit, dann ist der Winter nimmer weit.“ 

Das ist natürllich Quatsch, zumindest im Paznaun. Egal obs stürmt oder schneit, am 22. November, Cecilia, ist in diesem Jahr der Winter fix nicht weit. Da startet nämlich die Skisaison.