„SIE WERDEN BEI UNS KEINE BEQUEMLICHKEIT MISSEN“

Die Schönheit der Bergwelt. Die Qualität der Natur. Der Komfort des Aufenthalts. Schon in den Jahren, als der Tourismus erst laufen lernen musste, wurden erste Prospekte gedruckt – und künftige Touristen lernten Ischgl von der Schokoladenseite kennen. Trisanna hat die besten Beispiele.

Zum Beispiel wurde Ischgl auf einem Prospekt des „Haus Tirol“ aus den 1950er Jahren so beschrieben:

„Landschaftlich reizend, von viel Sonne beschienen, tief verschneit, inmitten der Silvretta- und Arlberggruppe, der berühmtesten Tiroler Skigebiete.“

Alpenhotel Sonne, Prospekt aus den späten dreißiger Jahren

Interessant, wie damals noch die Entfernungen eingeschätzt wurden. Für die Distanz Wien – Landeck veranschlagten die Touristiker nicht weniger als zwölf Stunden, für die Reise von München nach Landeck immer noch neun Stunden. Für die Weiterfahrt von Landeck nach Ischgl wurde wahlweise der Autobus oder der Motorschlitten empfohlen.

Hausprospekt, Hotel Tirol, ungefähr 1950

Auch an die Bequemlichkeit der Reisenden wurde entsprechend appelliert:

„Mit allem modernen Komfort ausgestattet und bestgeführt.“

Und es wurde klargestellt, dass auch auf fast 1400 Meter alles geboten wird, was sich der urbane Reisende erträumt: „Zentralheizung, Bäder, Zimmer mit Privatbad, fließendes Warm- und Kaltwasser in allen Zimmern, sonnige Liegeterrasse mit Liegestühlen, Gesellschaftsräume, Fünfuhrtee, Tanzreunionen usw. Man spricht Französisch, Englisch, Italienisch; auserlesene französische Küche.

„Sie werden bei uns keine Bequemlichkeit missen. Sie werden sich aber auch nicht als Hotelnummer fühlen.“