SO SCHNELL ES GEHT ÜBER STOCK UND STEIN

In den vergangenen Jahren haben die Läufer die Berge für sich entdeckt. Trailrunning ist zur Trendsportart geworden. Warum eigentlich? Fünf unverzichtbare Infos zum Silvrettarun.
1 Trailrunning – was ist das überhaupt?
Streng genommen ist jeder, der nicht am Gehsteig oder auf einem anderen befestigten Weg läuft, bereits ein Trailrunner. Meistens aber versteht man darunter, über Wege zu laufen, die auch durch ein gewisses Auf und Ab gekennzeichnet sind. Extremsportler legen so mittlerweile bis zu hundert Kilometer zurück. Aber auch Freizeitsportler haben das Laufen abseits von Gehsteigen und Laufbändern für sich entdeckt.

2 Was macht Trailrunning aus?
Die Natur und eine viel größere Freiheit beim Laufen. Wer über Pfade läuft, manchmal aber auch einfach eine Abkürzung durch ein Waldstück nimmt und dann irgendwann über der Baumgrenze ankommt, wird bei jedem Schritt aufpassen, was sich da unten am Boden tut. Er wird Ästen und Wurzeln ausweichen, manchmal auf einem Moospolster landen und manchmal auf Fels treten. Diese Abwechslung macht den großen Reiz aus.

3 Wie hält der Körper das durch?
Beim Trailrunning wird nicht nur Ausdauer, sondern gleichzeitig auch Koordination und Reaktionsfähigkeit trainiert. Der Körper lernt, sich an die Veränderungen am Boden anzupassen. Er braucht dafür aber Zeit und regelmäßiges Training. Sportmediziner raten Anfängern dazu, es langsam anzugehen. Sobald es sich nicht mehr entspannt durch die Nase atmen lässt, ist man zu schnell. Auch Gleichgewichtsübungen helfen, sich besser im unwegsamen Gelände halten zu können – und nicht jedesmal gleich umzuknicken.

4 Warum läuft man dann auch noch in den Alpen?
Martin Mattle, einer der besten Bergläufer des Landes, erklärt das so: „Nach Wandern, Mountainbiken, Skifahren und Berglaufen kam ich zum Trail-Laufen. Ich bin in den Bergen aufgewachsen und sportbegeistert. So passt das zusammen.“ Martin stammt aus Mathon, für ihn ist es das natürlichste der Welt, eben auch durch den Wald und rauf zu den Gipfeln zu laufen. Für die meisten anderen Menschen liegt der Reiz hier in der besonderen Anstrengung, beim Laufen auch noch Höhenmeter zu überwinden. Und im besonderen Ausblick, der sich dann oben bietet.

Martin Mattle, einer der besten Bergläufer des Landes

 

5 Wo man das am besten erlebt?
Wie beeindruckend das ist, werden am Wochenende wieder hunderte Hobby-Läufer und auch Profis erleben: beim Silvretta Run 3.000. Die Königsdisziplin führt über 42 Kilometer über das Kronenjoch, das auf knapp 3.000 Meter Seenhöhe liegt. 

Alle Details finden hier.