Warum verbrennen sich die Skilehrer beim Fackellauf nicht die Finger?

Sie sind spektakulär und fesselnd – die Demoshows der Skischulen rauben uns nicht selten den Atem. Ein Fixstarter im Programm: der Fackellauf. Aber verbrennt man sich da nicht ganz leicht? Wir haben nachgefragt.

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ein, das ist nicht Las Vegas, das ist Ischgl! Zugegeben, spaziert man heute Abend gegen 21 Uhr am Prennerhang vorbei, ist die Verwechslungsgefahr ziemlich groß. Eine mystische Lasershow, Special-Effekts, Feuerwerke und jede Menge Skifahrerisches Können – kurz: Demoshow der Skischule Ischgl! Ingesamt vier Demoteams und der Paznauer Freestyle Club sorgen dann mit ihrer knapp einstündigen Show für einen unvergesslichen Abend bei den Gästen.

Nicht wegzudenken bei einer solchen Ski-Show ist natürlich der traditionelle Fackellauf…

Aber Moment: Fackellauf, Feuer, Fahren? Verbrennen die sich da nicht? Wir haben jemanden gefragt, der es wissen muss.

„Manchmal kann es schon ein bisschen heiß werden“, sagt Skilehrer Tibi. Er ist schon einige Jahre bei den Demoshows dabei – und eben auch beim Fackellauf. Links und rechts ziehen er und seine Kollegen dann in zwei Gruppen ihre Schwünge. In ihrer Hand: eine lodernde Fackel. „Das wichtigste ist“, sagt Tibi, „dass man die Fackel immer schön nach vorne hält.“ Das liegt zum einen daran, dass man dann genügend Abstand zum Körper bekommt und hat auch einen ästhetischen Grund. Denn: „Die Leute unten sollen die Fackel ja auch so gut es geht sehen.“ In seinen Jahren als Fackelläufer hat sich Tibi jedenfalls noch nie verbrannt. „Wir tragen alle dicke Handschuhe – und außerdem ist über dem Handschuh noch eine Art Schutzkarton angebracht.“ Und da kommt die Flamme von oben nicht vorbei. Auch nicht beim Fahren.

Hier noch einige Eindrücke aus vergangenen Shows, die Gäste mitgefilmt und im Internet geteilt haben:


Demoshow der Skischule Ischgl
Wann? Heute, 5. Februar, 21 Uhr
Wo? am Prennerhang in Ischgl
Der Eintritt ist kostenlos