Was ist eigentlich erlaubt auf der Piste?

Das oberste Pistengebot ist die Rücksichtnahme. Soviel ist klar. Aber wie sieht es eigentlich mit anderen Verordnungen und Regeln beim Skifahren aus? Was ist erlaubt – und viel wichtiger: Was ist nicht erlaubt? Trisanna verrät es euch.

FIS-Regeln
Auch wenn auf der Piste nicht so zugeht wie auf der Straße, auf der Polizisten streng nach der sogenannten Straßenverordnung STVO Strafen verteilen, so muss man auf der Piste doch ein paar Regeln einhalten – die FIS-Regeln. Diese beziehen sich auf die richtige Wahl der Fahrlinie, sie bestimmen, dass man beim Überholen genügend Abstand halten muss, dass man nur so schnell fahren soll, dass man jederzeit stehen bleiben kann und dass man nur am Rand der Piste gehen darf. Ja: gehen. Wenn man zum Beispiel die Ski oder das Snowboard ein paar Höhenmeter rauftragt, um einen Kicker nochmal zu nehmen, muss man am Pistenrand raufgehen. Und wenn man die Ski abschnallt und sie talwärts trägt, weil man einfach nicht mehr will oder kann, auch dann heißt es: ab an den Rand. Wenn andere Skifahrer Hilfe brauchen, dann muss man ihnen helfen. Und was die wenigsten wissen: Auf den Pisten herrscht Ausweispflicht. Also wenn einen der Alpingendarm aufhält, dann sollte man ein Dokument dabei haben.

Nüchtern bleiben 
Grundsätzlich ist Alkohol auf der Piste nicht verboten. (Hätten wir auch nicht wirklich gedacht, Anm.) Aber: Wenn etwas passiert, dann kann zuviel Alkohol im Blut auch strafrechtliche Folgen haben. Teuer wird es nämlich bei Selbstverschulden: Sofern der Unfall nachweislich unter Alkoholeinfluss passiert ist, kann die private Haftpflichtversicherung die Deckung des entstandenen Schadens teilweise oder zur Gänze ablehnen.


Sichere Ausrüstung
Jeder Skifahrer sollte mit einer sicheren und passenden Ausrüstung unterwegs sein. Festsitzende Sicherung, passende Skischuhe und Helm gehören längst zur Standardausrüstung (auch wenn es noch keine Helmpflicht gibt, zumindest nicht für erwachsene – bei Kindern und Jugendlichen ist das von Region zu Region unterschiedlich, Anm.). Verschuldet man einen Unfall wegen fehlender oder kaputter Ausrüstung, kann man sich strafbar machen. Um hier sicher zu gehen, heißt es vorher zu einem Skiservice zu gehen und sich beraten zu lassen. 


Drohnen
Grundsätzlich ist es erlaubt, mit einer Drohne, die unter zwei Kilogramm wiegt, über der Piste zu fliegen. Allerdings nur, wenn die Drohne über maximal 79 Joules Bewegungsenergie verfügt und nicht höher als 30 Meter fliegt. Allerdings ist das nur theoretisch so. Denn einerseits ist das Fliegen über größeren Menschenansammlungen verboten. Und dann haben die Seilbahnen ja auch noch die Möglichkeit, selbst zu bestimmen, was in ihrem Skigebiet erlaubt ist und was nicht. In Ischgl zum Beispiel sind die Drohnen im Skigebiet generell verboten. Wer Videos von oben will sollte sie sich also bei der SSAG anschauen. Oder auf Trisanna.