WELCHE PFLANZEN UND KRÄUTER GIBT ES IN SEE EIGENTLICH?

Ingrid Ladner nimmt uns mit auf eine kleine Dorfrunde. Am Weg finden wir einige Pflanzen und Kräuter, die nicht nur gut schmecken, sondern auch noch gesund sind. 

Die kleine Dorfrunde beginnt bei der Bergbahn in See. Man spaziert die Hauptstraße talaufwärts, bis zur Hinweistafel im Weiler Elis. Dann geht es 200 Meter bergauf bis zum Hotel „Weißes Lamm“. Hier gibt es die Scharfgabe.



Schafgarbe

Diese Pflanze fühlt sich auf Wiesen und Weiden besonders wohl. Sie wird 1,5 Meter hoch und ist ein Zeichen für einen stickstoffhaltigen Boden.


Die Blüten der Schafgarbe lassen sich ganz einfach zu Kräutersalz weiterverarbeiten. Als Salbe hilft sie gegen Entzündungen, Ekzeme und Akne. Wie funktioniert das? Einfach einen Scharfgaben-Ölivenöl-Auszug machen und den dann mit Bienenwachs und Laninol in ein Glas geben. Alles zusammen erhitzen und warten bis alle Zutaten geschmolzen sind. Dann in ein kleines Glas füllen und warten bis es wieder hart ist. 



Dann geht es an der Kirche vorbei. Übrigens: Vom Kirchplatz hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Badesee von See. Es geht weiter, vorbei an der Lourdeskapelle und am Oberhaus über einen Wiesenweg in Richtung Klaus. Hier finden wir den Rotklee und Brennnesselsamen.



Rotklee

Der Rotklee hat es gerne sonnig. Er blüht von April bis Oktober.


Wenn man die Blütenköpfchen trocknet, kann man sie als Tee verwenden. Es geht ganz einfach: Die getrockneten Blüten mit heißen Wasser aufgießen. Der Tee hilft gegen Hitzewallungen und Schweißausbrüche. In Salbenform hilft der Rotklee gegen trockene Haut. Außerdem wirken die Blüten entzündungshemmend. Wenn man den Blütenkopf vom Rest trennt klebt unten meistens ein bisschen Blütenhonig. 


Brennnesselsamen

Die Samen entwickeln sich aus den Blüten. Die große Brennnessel blüht von Juli bis Oktober, ab August hängen die ersten Samenrispen an den Pflanzen.


Brennnessel sind das österreichische „Superfood“. Besonders lecker sind die Samen, wenn man sie frittiert. Aber auch in Knödel machen sie sich gut. Wenn man die Samen trocknet, einfach mit Salz vermischen und schon hat man ein leckeres Brennnessel-Salz. Brennnesselsamen haben ein paar reichhaltige Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel, Kalium, Eisen und Kalzium. 



Bald kommt eine Asphaltstraße. Ein bisschen bergab, über den Klausbach, vorbei an der Dorfsennerei bis zum Gasthaus „Frohe Aussicht. Und dann noch ein Stück über den Gehsteig zurück nach See. Die kleine Dorfrunde dauert ungefähr eine Stunde.