WIE EUCH DER VERFLIXTE DRITTE TAG ERSPART BLEIBT

Wintersportler ahnen es: Am dritten Urlaubstag passieren die meisten Unfälle und gibt es die meisten Verletzungen. Ein Phänomen, das sich erklären lässt – und deshalb auch vermeiden. Hier kommen die Fakten.

Versicherungen und Skisportvereine erzählen und belegen es immer wieder: Der dritte Tag ist für Wintersportler, die nur ein paar Tage im Jahr ihrem Hobby nachgehen, am gefährlichsten. Hier gibt es die meisten Unfälle, kommt es am öftesten zu Verletzungen.

Was nach einem Fluch klingt, den irgendein Berggeist einmal über die Sportler in den Alpen ausgesprochen hat, hat allerdings ganz menschliche Ursachen. Sie finden sich in Geist, wie im Körper.

Der dritte Tag ist prädestiniert dafür,  dass wir uns super fühlen. Die Anfangsschwierigkeiten auf den Skiern und in der Loipe sind überwunden. Es läuft.

Wir wagen uns auf die schwierigeren Hänge, in die engeren Kurven und die steilere Linie. Wir fühlen uns richtig schnell und sicher. So sicher, dass wir dabei übersehen, wie müde wir bereits sind. Es ist der dritte Tag hintereinander, an dem wir Sport machen. Das haben die meisten nicht einmal in der Schulsportwoche durchgehalten, und die ist schon wirklich lange her. Es geht uns also die Kraft aus.

Spätestens am Nachmittag des ominösen dritten Tags ist sie deshalb mit großer Wahrscheinlichkeit da: die Müdigkeit. Wer schlau ist, ignoriert sie nicht. Das Brennen in den Oberschenkeln ist kein Zeichen dafür, dass der Fahrtwind noch zu gering ist. Wer schlau ist, wählt vielleicht zwischendurch ein paar leichtere Hänge oder die kürzere Strecke. Und macht mehr Pausen. Das macht nicht nur Sinn, sondern sorgt auch dafür, dass dann für die Panoramafotos, die man immer schon mal machen wollte, endlich auch Zeit ist.