WO DU DEM STEINBOCK DIREKT INS AUGE SEHEN KANNST

Steinböcke zählen zu den faszinierendsten Tieren des Paznaun.  Es ist nicht immer einfach, ihnen über den Weg zu laufen – aber mit diesen beiden Tipps könnte es gelingen.

Fragt man Christhoph Pfeifer, wo man sich im Paznaun hinstellen muss, um zumindest einmal im Leben Steinböcke in freier Wildbahn zu beobachten, muss er kurz lachen.

„Garantien gibt es hierfür keine, aber ein paar Anhaltspunkte kenne ich schon“, sagt er. Seit 25 Jahren ist der Galtürer als Bergführer unterwegs, und Steinböcke faszinieren ihn heute wie damals: „Sie sind so elegant, selbst wenn sie sich über steilste Felswände und riesige Steinblöcke bewegen“, sagt Christoph Pfeifer.

Kletterer und Steinbock-Spezialist Christoph Pfeifer

Ganz anders als die Bewegungen der Menschen?

Pfeifer: „Das ist überhaupt kein Vergleich.“

Wer Steinböcke beobachten will, muss erstens früh aufstehen und dann entweder ins Vallüla-Massiv oder ins Klostertal. „So um sechs Uhr in der Früh lassen sich die Tiere eher blicken, wenn noch nicht so viel los ist in den Bergen“, sagt Christoph Pfeifer.

Aber auch auf den immer Mittwochs stattfindenden, geführten Wanderungen hinauf zur Scharte zwischen der kleinen und großen Vallüla stehen die Chancen sehr gut, auf eine Herde dieser majestätischen Tiere zu treffen.

„Eine andere Möglichkeit liegt im Klostertal, am Radsattel, beim Übergang zur Wiesbadener Hütte“, empfiehlt Christoph Pfeifer.

Jetzt im Sommer sieht man auch viele Jungtiere, die noch Teil der Herde sind. Erst später werden die Böcke sich von der weiblich dominierten Gemeinschaft absondern.

„Wer auf Steinböcke trifft, soll einfach ruhig bleiben, sie nicht erschrecken und nicht belästigen“, rät der Bergführer. Mit etwas Respektabstand sind sie sowieso besser zu sehen.