WIE EIN KLEINES G DEN GROSSEN UNTERSCHIED MACHT

Ende der achtziger Jahre gab es ein Problem: Ischgl litt unter Verwechslunggefahr. Ein G macht den großen Unterschied. Die Wander- und Skidestination im Paznaun wurde von internationalen Reiseveranstaltern und Medien noch immer gern mit dem aus der k.u.k. Monarchie bekannten Kurort Bad Ischl im Salzkammergut verwechselt. Als man in Ischgl darüber nachdachte, das alte Logo aus dem Jahr 1971 zu erneuern,  einzigartig und unverwechselbar zu machen, stand vor allem ein Buchstabe im Mittelpunkt: das G. Denn dieses G machte den Unterschied zum ehrwürdigen, kaiserlichen Ischl. Die Strategie ging auf, rot auf schwarz: Inzwischen ist die Verwechslungsgefahr gebannt. Umgekehrt, die Ischler müssen jetzt schweren Herzens hinnehmen, wenn in der deutschen Presse raffinierte Süßigkeiten wie „Gefüllte Kaffeeplätzchen“ als „Ischgler Originale“ identifiziert werden, „die auch Kaiserin Sisi gefallen würden“. Eins zu eins.