In See gehts los – auch für die Kids

Am Samstag startet in See die Skisaison, und in einem Familienskigebiet heißt das: die Kinder kommen. Ingrid Ladner aus See passt seit Jahren im Kids Club auf die Kinder auf, die noch zu klein für die Piste sind. Ein toller Job, oder nicht?
Sie sind 52 Jahre alt und betreuen seit 30 Jahren die Kinder im Kids Club in See. Was hat sich seither verändert?

Vieles. Früher haben die Kinder meiner Gruppen mit dem gespielt was gerade da war, und manchmal war das eben nur ein Stück Holz oder ein Stein. Heute hat jedes Spiel eine Vorlage, die Kinder haben keine Fantasie mehr. Die Kinder von heute sind eigentlich kleine Erwachsene, sie sind keine Kinder mehr. Außerdem hat sich die Motorik verändert, man merkt das am Gehen und am Gleichgewicht. Einige der Kinder verbringen die meiste Zeit des Tages vor elektronischen Geräten, man kann sie sehr gut von jenen unterscheiden die auch draußen spielen.

Wann ist am meisten bei euch los?

Natürlich ist es in der Ferienzeit etwas voller bei uns. Wir sind aber den ganzen Winter über ausgelastet zumal die Zwei- bis Dreijährigen ja nicht an die Ferien gebunden sind.

Was machen die Kinder am Liebsten?

Grundsätzlich sind die Kinder heute leichter zu unterhalten. Aber auch heute mögen sie Geschichtenerzählen und Rollenspiele besonders gern. Die meisten Kinder lauschen sogar lieber einer erzählten Geschichte als fernzusehen. Und auch ich mache das am liebsten, also Geschichten erzählen. Für mich ist es das Schönste wenn die Kinder zufrieden sind. Früher war es kindlicher, jetzt hat alles seine Vorlagen. Heute spielt man nicht mehr frei heraus sondern mit Vorlagen, man hat mit dem gespielt was da ist. die Kinder sind frei von Fantasie. Am Gehen merkt man es und am Gleichgewicht.

Kommen heute mehr Kinder in den Kids Club?

Ja, das kann man schon sagen. Die meisten kommen durch Mundpropaganda. Besonders freut es mich, dass ich mittlerweile auf die zweite Generation der Kinder aufpasse.